Die "Formel 1" des Gedächtnissports
Die MEMO MASTERS sind die offiziellen Deutschen Meisterschaften des Gedächtnissports. In einem Wettkampf aus zehn Disziplinen vergleichen die besten Mentalsportler die Kapazität ihres Gedächtnisses.
Das Prinzip ist einfach: Die Gedächtnisathleten prägen sich möglichst schnell möglichst viele Zahlen, Daten, Begriffe, Bilder oder Spielkarten ein und geben sie anschließend möglichst korrekt wieder.
Dieser jährliche Höhepunkt des Memoriersports besteht aus folgenden Wettbewerben:
Eine kurze Geschichte
Der organisierte Gedächtnissport startete international mit den ersten Weltmeisterschaften in London im Jahr 1990, die von Tony Buzan organisiert worden waren. Buzan, der unter anderem die Gedächtnistechnik Mind Mapping weltweit bekannt gemacht und als Gedächtnistrainer von Prince Charles gearbeitet hat, bot damit erstmals eine internationale Plattform an, auf der die weltweit versprengten Gedächtnissportler ihre Leistungen mit standardisierten Regeln messen konnten.
Im Jahr 1995 war der Gedächtnistrainer Klaus Kolb der erste deutsche Teilnehmer bei den World Memory Championships. Er erkannte das Potenzial in Deutschland und organisierte 1997 die ersten Deutschen Gedächtnismeisterschaften, heute kurz: MEMO MASTERS. Dieser Wettbewerb war eine wichtige Initialzündung für den Gedächtnissport in Deutschland und ist bis heute der jährliche Top-Event des Gedächtnissports geblieben. Weitere regionale Turniere folgten. Die MEMO MASTERS ist außerdem der offizielle Qualifikationswettbewerb für die deutschen Vertreter bei den Weltmeisterschaften. Die MEMO MASTERS ist eine nicht-kommerzielle Veranstaltung.
Siegeszug der deutschen Athleten
Dominierten in den 1990er-Jahren noch die Briten das internationale Feld und stellten mit Dominic O’Brien, Andi Bell und Ben Pridmore die Weltmeister, holten die deutschen Sportler mit viel Engagement mächtig auf und stehen heute an der Spitze des internationalen Gedächtnissports.
- 1999 gewann die Juniorin Christiane Stenger im Alter von 14 Jahren erstmals die Junioren-Weltmeisterschaft im Zehnkampf.
- 2005 errang erstmals eine Deutscher, Clemens Mayer, den Weltmeistertitel, den er auch 2006 verteidigen konnte.
- 2006 gewann die deutsche Mannschaft mit Clemens Mayer, Dr. Gunther Karsten und Boris Nicolai Konrad erstmals den Team-Titel.
Großes öffentliches Interesse
Die Resonanz der Medien ist jedes Jahr überwältigend mit bis zu 100 Millionen Medienkontakte pro Veranstaltung.
Die Stars der Szene treten regelmäßig in TV-Shows und TV-Talkrunden auf. Die Rekorde der Athleten faszinieren die Menschen und zeigen, wie große die Kapazität des menschlichen Gedächtnisses ist.
Neben der sportlichen Jagd nach Rekorden ist die wichtigste Botschaft des Gedächtnissports: die Gedächtnistechniken (Mnemotechniken) der Athleten können von jedem erlernt werden und nützlich auch im Alltag – ob beruflich oder privat – sinnvoll eingesetzt werden.
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Dr. Gunther Karsten (Erfurt), achtfacher deutscher Gedächtnismeister, Weltmeister 2007 und zweifacher Vizeweltmeister

Clemens Mayer (Brannenburg)
Deutscher Meister 2005 und World Champion 2005 und 2006

Christiane Stenger
(München) vierfache deutsche und zweifache Weltmeisterin bei den Junioren

Klaus Kolb (Isny),
Gründer der Deutschen Gedächtnis-meistersschaften (MEMO MASTERS)
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